Hi Story - Die Bodensee Romane

 

 

Himmel, Erde, Natur, Mensch - fühlen, fürchten, flüchten, begehren, leiden, lieben, überraschen, staunen - Magie, Netzwerk, Universum, Welt, Kosmos, Sein.

 

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Hi Story - Recherche Reisen - High Lights

Die Wurzeln der Renaissance: Die Antike, Götter und Heiden, Liebe und Leidenschaft, Krieg und Frieden zwischen Himmel und Erde - Akropolis, Peloponnes, Pompeji, Paestum.

Die Irrungen und Wirrungen der Welt erklären - und zwar mit Hilfe der Götter - irdische Helden und himmlische Teufel in Menschengestalt - sagenhafter Ideenreichtum ( = Antike)

Sein zwischen Himmel und Erde ... 

Weiter gehts in der HiStory Zeit: die einen holen die leuchtenden Götter - die andern holen das göttliche Licht auf die Erde.

Kosmos, Harmonie, Reflexion, Vision - tragen, lasten, stützen, halten.

Die Renaissance und ihre vollkommene Erscheinung:

Leonardos Mensch im Kreis und Quadrat symbolisiert die Vollkommenheit des wohlproportionierten menschlichen Körpers. Auch die Schönheit und die Vollkommenheit der Natur wird erst in der Renaissance wiederentdeckt.
Das irdische Paradies: Die weltlichen Gärten verkörpern diese visionäre Idee. Papst Pius II. setzte als erster die irdische Vision dieses neuen Denkens in seinem Privatpalast in Pienza (Toskana) um.
Der Medicus vom Bodensee, Andreas Reichlin, übernahm beinahe gleichzeitig diese Idee seines italienischen Studienfreundes - ein zu jener Zeit einzigartiges, revolutionäres Unternehmen nördlich der Alpen.
Erst ungefähr 25 Jahre später führte König Karl VIII. in Schloss Clos Lucé und in dem daneben liegenden Schloss Gaillard in Amboise den Renaissancegarten in Frankreich ein.
Wie Leonardo da Vinci in Clos Lucé blickten Vater und Sohn Andreas und Matthias Reichlin von ihrem Palast in Überlingen aus auf ihren terrassierten Garten mit Ausblick über Stadt und Land - die Ausführung des Paradiso terrestre in der vollkommenen Form.
Die geheimnisvolle Felsgrottenmadonna (heute Louvre) - Wer ist der "Engel" mit dem roten Podex? - Leonardo da Vinci - Cover, Das Geheimnis des Medicus
Leonardos Felsgrottenmadonna: verschleiert in der Natur - Chateau Du Clos Lucé, Amboise, im Park des Meisters.
König Franz I. von Frankreich lud Leonardo da Vinci ein, in Schloss Clos Lucé in Amboise zu wohnen. Der Meister verließ mit 64 Jahren seine italienische Heimat.
Neben der Mona Lisa hatte er Johannes den Täufer und Anna Selbdritt im Gepäck.
Von seinem Schlafzimmer aus blickte er auf das Königsschloss und auf seine spätere Grabkapelle. Der König verehrte Leonardo und konnte ihn jederzeit über einen unterirdischen Gang von Schloss zu Schlösschen besuchen.

Hi Story: Das Geheimnis des Medicus

Das Geheimnis des Medicus, MHM Verlag 2015, 290 Seiten.

Vorgänger Romane:

Der Medicus vom Bodensee, Edition Isele/MHM Verlag 2008/15, 6.  Auflage.

BodenSeele, MHM Verlag 2012/14.

 

 

Überlingen, Konstanz, der Bodensee, Freiburg und das Herzogtum Mailand sind die Handlungsorte des historischen Romans Das Geheimnis des Medicus. Wir tauchen ein in das 15 Jahrhundert.

Der junge Überlinger Matthias Reichlin von Meldegg studiert in Italien Medizin und wird zum Rektor der Medizinischen Fakultät von Pavia im Herzogtum Mailand gewählt. Er ist der wohlhabende Sohn des berühmten Überlinger Medicus Andreas Richilus (Der Medicus vom Bodensee). Matthias hat eine heimliche Liebe: Simarna. Simarna ist die uneheliche Tochter des Herrn von Klingenberg von der Burg Hohentwiel. Ihre Mutter, eine Magd des Herrn, gehört insgeheim den Waldensern an, einer Glaubensgemeinschaft, deren Brüder und Schwestern als Ketzer und Hexen verfolgt werden (BodenSeele).

Als die Mutter in Überlingens Unterwelt mit dem Tode ringt, schickt sie Simarna auf die Reise nach Pavia. Sie soll sich dort den Waldensern anschließen, um deren – auch gegen die Missstände in der Kirche gerichteten – Glauben an die Armut zu verbreiten. Es ist die italienische Stadt, in der Matthias das Amt des Rektors der Universität bekleidet. Auf der Flucht aus den Fängen des besessenen Freiburger Hexenjägers Rudolf von Baden über die Alpen überlebt Simarna eine Naturkatastrophe und findet sich in den Armen eines Mannes wieder, dessen Berührungen teuflische Auswirkungen zugesprochen werden. Simarna wird durch ihr gestraucheltes Leben und durch den Auftrag ihrer Mutter zur Bettlerin. Ihr Dasein wird zerrissen und durchfurcht von zahlreichen seelischen sowie körperlichen Verletzungen, Wunden und Narben. Die geheime Liebe zu und die Suche nach Matthias und auch nach den Waldensern gibt ihrem ausgehungerten Dasein Nahrung zum Überleben. Da trifft sie in Mailand auf einen Menschen, der unermüdlich die geheimnisvollen Zeichen von Himmel und Erde zu entschlüsseln sucht: Leonardo da Vinci.

 

Es ist eine Zeit, in der die Einflüsse der Natur und ihrer Kräfte das Leben und Denken der Menschen prägen. Die unerbittliche Kälte ließ im Winter 1477 nachweislich den Bodensee fast vollständig zufrieren. Wie überlebten die Überlinger und die Konstanzer die Kälte? Wie wärmten sie sich? Wie wurden die Menschen medizinisch versorgt, erfrorene Glieder amputiert, Hungernde ernährt? Wie nutzten die Ärzte die Kräfte der Natur und der Heilpflanzen, zum Beispiel die betäubende Wirkung des Opiums? Wie kamen sie an die weitgereisten Arzneien? Wie wirkten die Kräfte von Amuletten oder wie unterstützten die Stellungen der Planeten die Behandlungen und das Wohlbefinden der Menschen?

Welche Rolle spielten in diesen Zeiten die Überlinger Franziskaner aus dem in Italien entstandenen Orden, dessen Gründer Franz von Assisi der Namensgeber des heutigen Papstes Franziskus ist? Wie nah waren sich Überlingen und Konstanz, die Stadt, in welcher der alte Medicus Andreas Reichlin einst ebenfalls Stadtmedicus war?  Wie nah waren die Menschen vom Bodensee denen im Herzogtum Mailand, dort drüben auf der anderen Seite der Alpen? Und zuletzt stellt sich in dem historischen Roman die Frage:

Wie nah waren die Gedanken des Freigeistes Leonardo da Vinci - der zu jener Zeit in Mailand lebte – und seiner geistesverwandten Freunde dem Denken von Andreas und Matthias Reichlin von Meldegg am Bodensee?

Es ist in Dokumenten belegt, dass der Überlinger Matthias Reichlin von Meldegg  1472/73 Rektor der medizinischen Fakultät von Pavia war. Aus weiteren Dokumenten geht hervor, dass sich zu jener Zeit in derselben Stadt ein „Ketzernest“ der Waldenser verbarg. Der Ort des Kerkers beim ehemaligen Dominikanerkloster, an welchem Hexen und Ketzer gefoltert und verurteilt wurden, wie im Roman in Szene gesetzt, ist heute noch entsprechend beschildert.

 

Über die Autorin:

Seit den Recherchen für ihre Dissertation zum Palastbau der Renaissance in Italien beschäftigt sich die Autorin mit dem 15. Jahrhundert. Das Leben am geschichtsträchtigen Bodensee sowie zahlreiche Studienaufenthalte und Forschungsreisen nach Rom, Florenz und Norditalien bilden die Grundlage ihrer wissenschaftlichen Forschungen und ihrer historischen Romane. Dabei interessiert sie besonders die Erforschung des Menschen und seines Alltags in jenen Zeiten der Pest, der Hexenverfolgungen, der Magie und selbstverständlich auch der Liebe. Nach der Veröffentlichung der historischen Romane Der Medicus vom Bodensee (2008/15, 6. Auflage) und BodenSeele (2012/14) trat mehr und mehr Leonardo da Vinci ins Blickfeld ihrer Arbeit. Seine Aufzeichnungen und Tagebücher geben einen spannenden Einblick in das unfassbare Leben des Genies und seiner Zeit. Der neue Roman Das Geheimnis des Medicus (2015) begibt sich auf die geheimnisumwitterte Reise von den historisch belegten „Medici“ Andreas und Matthias Reichlin von Meldegg vom Bodensee nach Mailand zu dem Universalgenie und Künstler Leonardo da Vinci.

Kosmos und Erde im Mittelalter - Die Haare und Locken des Weitkörpers

 

Marsilio Ficino vergleicht die Bäume und Kräuter mit den Haaren und Locken, Steine und Metalle mit den Knochen und Zähnen des Weltkörpers.  All das lebt - und belebt sind vor allem die Himmelskörper. Die Planeten und Sterne sieht Ficino als Haupt, Herz oder Augen der Welt. Das kosmische Leben strömt von dort aus durch die Sterne wie durch Augen zur Erde hinunter. Und dort bewegen sie mit ihren strahlenden Kräften die Lebensgeister....

Es ist die Zeit der Entdeckung einer neuen Sinnlichkeit:

Leidenschaft, Feuer, Temperament und möglichst viel davon in sich aufnehmen - Leben bewegen eben!

 

Vom europäischen Stiefel aus machte sich dieses neue irdisch-sinnliche Empfinden auf den Weg. - Freie Denker brachen in Italien mit Siebenmeilenstiefeln auf, durchwanderten das 15. Jahrhundert und hinterließen tiefe Spuren. Zu ihnen gehörten die Medici, Leonardo da Vinci und eben Marsilio Ficino - Florenz war die Keimzelle. Von dort reisten die Gedanken gen Mailand und Pavia und dann über die Alpen weiter an den Bodensee... Deutsche Studenten, wie die Helden meiner Romane, der Medicus Andreas und sein Sohn der Medicus Matthias Reichlin von Meldegg, waren als Ärzte (als deutsche Medici in jeder Beziehung) bedeutende Mitreisende. Ihrem Schicksal verliehen die Planeten ganz besondere Kräfte...

 

Der Kosmos und die Planeten haben im mittelalterlichen Weltbid die Möglichkeit, das Schicksal der Natur auf der Erde zu lenken. In Pflanzen und Steinen, welche den Planeten zugeordneten sind, finden sich die Kräfte des Kosmos auf Erden wieder. Der Stand der Planeten im Sternzeichen zur Zeit der Geburt bestimmt das Temperament der Menschen: Manche neigen zur Schwermut (Saturn), andere sind ausgeglichen, der Verstand hat sie im Griff (Merkur) und wieder andere sind kämpferisch (Mars). Außerdem gibt es Menschen, die sich von Gefühlen lenken lassen (Venus).  

Es besteht eine rege Kommunikation zwischen Kosmos und Erde und Erde und Kosmos. Dadurch besteht Im mittelalterlichen Weltbild die Möglichkeit, auf das Schicksal und die Kraft der Sterne Einfluss zu nehmen - ein Kreislauf, der die (Welt)Seele bestimmt.